DSG Drehzahlschwankung beim Gas geben sowohl im Leerlauf als auch Fahrbetrieb | VW PASSAT B8 Variant
VW Passat B8 2.0TDI 150PS Bj 2018 mit 7 Gang DSG, nun 155.000km.
Jetzt zu meinen Problemen, die ich so seit ca. 2 Jahren habe:
1) Fahre ich in einem Gang (am besten manueller Modus, egal ob Stadt, Land oder Autobahn) und gehe vom Gaspedal oder schalte den Tempomat aus, fällt die Drehzahl sofort um ca. 100-200u/min. Trete ich wieder aufs Gaspedal, dann steigt die Drehzahl sofort um 100-200u/min. Dabei ist egal, ob ich voll aufs Gaspedal trete oder nur minimal draufdrücke. Siehe Video: https://www.youtube.com/shorts/-4P7WsAeDc4
2) Leerlauf: Der ist für einen Diesel sehr rau, sehr laut und brummig. Wenn der Motor kalt ist, vibriert das ganze Auto. Wenn der Motor warm ist, dann sind die Vibrationen deutlich geringer. Der Motor hört sich an, als wenn dieser kurz vor dem Absaufen wäre. Und seit neustem passiert es, wenn ich im kalten Zustand Gas gebe im Leerlauf und P-Stellung, dass beim abtouren die Drehzahl unter 700u/min fällt, der Motor sich dann fängt und die Drehzahl anfängt zu schwanken: https://www.youtube.com/shorts/uFN2A0EfLFg
Habe das mal mit dem OBD-Dongle geloggt: Nach loslassen des Gaspedals steigt die Spannung von 12,x auf 13-14,x an. Und am höchsten Punkt der Spannung fällt die Drehzahl unter 700u/min und beginnt zu schwanken. Kann die Lichtmaschine solche Schwankungen verursachen?
Interessant wird’s, wenn der DPF regeneriert: Bei kaltem Motor liegt die Drehzahl bei ca. 1.000u/min und der Motor ist leiser und vibriert GAR NICHT mehr. Total angenehm. Ganz anders als bei kaltem Motor und kalten Temperaturen: Da ist nach dem Motorstart die Drehzahl bei ca. 1.000u/min und
3) Im Schubbetrieb (ohne Gasgeben, im Ausrollen) bei so 10-20km/h zittert die Drehzahlnadel: https://www.youtube.com/shorts/37ot46psZio
Ich vermute, dass die beiden Probleme zusammenhängen. Der Motor läuft im Leerlauf/Schubbetrieb gefühlt nicht richtig. Sobald man aber das Gaspedal tritt, hat der Wagen volle Leistung, fährt ruhig. Wir ziehen damit 4-5x im Jahre auch einen 1,7t Wohnwagen ohne Probleme. Habe kaum Ölverbrauch, vllt. 0,5 Liter auf 10.000km. Kein Kühlmittelverlust.
Ich war damit schon bei VW, vier unterschiedlichen Werkstätten (2x normale freie, 2x Getriebe-Spezialisten für DSG, einem bekannten Mechaniker und bei meinem Schwager (der war 10 Jahre Mechaniker bei VW).
Ich bin derzeit in Richtung Luft bzw. Lufttemperaturen in der Fehlersuche. Ich habe die Lambdasonde geloggt. Im Schubbetrieb Motor liegt das Kraftstoff/Luftgemisch bei 16 (Was völlig richtig ist, da kein Diesel eingespritzt wird). Beim Vollgas liegt der Wert bei 1,1 bis 1,2, auch ok! Bei kaltem Motor liegt das Kraftstoff-/Luftgemisch bei 2,x. Sprich viel Diesel wird benötigt, da evtl. Luft „fehlt“? wenn der Motor warm ist und nicht mehr so vibriert, liegt der Wert bei 3,8, fast bei 4. Das könnte auch die Erklärung sein, warum die Injektoren „drei mal so viel“ eingespritzt haben bzw. die neuen das auch machen (das habe ich noch nicht überprüft). Und das würde auch das Nageln erklären.
Fun Fact: habe die 4x alten Injektoren verkauft, der Käufer wusste das auch. Bei ihm liefen die Injektoren einwandfrei.
Hier mal ein Auszug aus den VCDS Logwerten Luftmassenmesser (Temperatur und Masse) sowohl Ladedruck. Interessant sind halt die Lastenwechsel bzw. Gaspedalstellung und die damit verbundenen Schwankungen in der Einlasstemperatur. Ladedruck hängt manchmal dem Soll hinterher, aber das kann auch der Abtastrate geschuldet sein. Beim nächsten Auszug ist Ladedruck Soll = Ist.
Habe auch schonmal den alten LMM einfach neben der Ansaugung angesteckt, um den Motorlauf zu testen. Selbst bei 0g/sec läuft der Motor genauso rau laut weiter.
Stecke ich die Lambdasonde ab, läuft der Motor im kalten Zustand gefühlt besser.
Also die Werkstätten, und ich sind ratlos. Das hier entwickelt sich nach der Suche der bekanntlich Nadel im Heuhaufen. Irgendwas beeinflusst den Leerlauf/Schubbetrieb. Nur was?