Nockenwellenversteller beim 1.4 TSI richtig auf der Welle? | VW GOLF VI
Ich war so mutig bei meinem Golf 6 mit 1.4 TSI mit CAXA Motor und klassischem Steuerketten Problem, diese selbst zu tauschen mit vernünftigen Komplettsatz (neuester Version 132 Glieder, mehr Zähne) mit Ölpumpenantrieb.
Ich habe leider nach dem Zusammenbau die ungute Vermutung, der NW-Versteller könnte am Ölbolzen hängen geblieben sein und es fehlen 2-3mm. Kann aber auch sein, dass die Schräge der Welle doch so weit entfernt sein muss. Eigentlich wäre ich Startbereit nur noch Öl einfüllen, leider. Müsste den ganzen Steuerdeckel, Motorlager, Generator usw. nochmal abnehmen, nur sehr ungern, auch wenn ich mich nun auskenne...
Was leider dafür spricht, aber zu spät montiert, der Deckel der NW auf der anderen Seite fürs Absteckwerkzeug lag an und hat sie beim Anziehen 1mm gedrückt. Vorher hatte ich paar Runden per Hand gedreht, also entweder ist sie weggewandert, weil nicht geführt in dem Moment oder weil der Versteller eben zu weit außen sitzt und sie somit Richtung Getriebeseite will.
Ich brauche von euch bitte ein Vergleichsbild (geht offen von oben wunderbar, war bei mir schon zu spät, daher per Endoskop) oder jemanden der das Maß von Außen bis zur Größenänderung der Welle messen kann, dann kann ich die Tiefe mit Hilfe des ausgebauten Verstellers berechnen.
Der neue Ölbolzen ging straff rein und war eigentlich mittig zentriert (Augenmaß), aber wenn, dann kann der Versteller nur daran hängen geblieben sein. Die 90° Drehwinkel gingen auch schwer, da hätte der Bolzen eigentlich nachgegeben können, aber wohk eher das Alu des Verstellers, muss aber nicht, der ist insich schon stabil. Beim Ansetzen der Schrauben ging er normal leicht zu drehen, kein Kratzen des Ölbolzen wahrnehmbar.
Was sagt ihr eigentlich zur Toleranz der Grundstellung des Verstellers (siehe 2. Bild)? Ist definitiv so eingerastet, das habe ich kontrolliert, aber ist doch knapp 1° daneben laut dem Loch? Der orignale ist perfekt Loch auf Loch.
War nicht das günstigste Set (von Tornau Motoren), angeblich OE Qualität laut Beschreibung, also dachte ich vom geichen Band gefallen, sieht auch auf den ersten Blick so aus, nur halt ohne Teilenummern, andererseits auch Komplett NoName. Einzig der Kettenpanner war weggefräst, Kette war Morse, also Original. KW-Buchse und KW-Ritzel war ET draufgelasert, also ET Engineteam, vermute für 100€ weniger, hätte ich von febi oder so das gleiche bekommen... Aber egal, die Teilequalität ist wohl ausreichend und bereits original Minderwertig, wer weiß wann ein Kolbensteg bricht oder so, nochmal 80tkm macht der Rest des Fahrzeuges wohl eh nicht mit.
Mehr zur Ursache:
War eindeutig ein Übersprung um einen Zahn an der Kurbelwelle nach Katstart (leicht Bergauf nur im Gang geparkt, also Kettenspanner eingefahren, weil KW langsam rückwarts drehen wollte und auf der Spannseite zog), seitdem dauerhaft P0016 (Zuordnung NW zu KW passt nicht), laut MSTG Kanal 90-94 lief die KW dadurch 19.5° voraus, was bei 18 Zähnen auch hinkommt(20°-Kettenlängung), aber an der NW zum Glück nur halb so viel Winkelversatz verursacht, so dass die Ventile nicht den Kolben küssen. NW-Versteller wurde auch ab dem Fehler deaktiviert. Hochdruckpumpe macht Überdruck und dementsprechende Geräusche nach ca. 1min Leerlauf, weil sie wohl früher Verdichtet ohne Abnahme von den Einspritzdüsen, andere Erklärung habe ich nicht. (Exakt wie bei Holgers Parschs Tiguan im Video bei der Abholung), habe es sogar schon gehört, bevor erstmal paar km später die Motorlampe anging (klingt schrecklich wie Metall auf Metall Hochfrequent ohne Schmierung, also wie ein Kratzen an der Tafel, nur metallisch, allerdings nur im Leerlauf bei sehr geringer Einspritzung). Am Öl kann es nicht gelegen haben, jährlich (7000 km) Ravenol VST 5W40 mit Mann-Filter(Rückschlagklappe im Filter hat auch funktioniert), diesbezüglich habe ich mein Bestmögliches gegeben.
Die VW-Werkstatt hat bei der Kulanz 2015 vor 80tkm bei ca. 70tkm definitiv sehr geschlampt, die haben mehr abgerechnet, als wirklich getauscht, letztendlich haben sie tatsächlich nur die 130er Kette selbst ersetzt und eventuell den Spanner(müsste ich nochmal nachsehen), die Jahreszahlen auf den anderen Teilen (Zahrädern, meine sogar auch Führungsschienen) passen perfekt zur Produktionszeit des Fahrzeuges, nicht zu Ersatzteilen aus 2015. Es ist also im Nachhinein kein Wunder, dass sie sich genauso schnell wie der erste gelängt hat, wenn alle Zähnen bereits darauf eingelaufen waren, zumindest ansatzweise. Also aufpassen, es kann auch euch treffen, von außen nicht sichtbar! Auf der Rechnung steht der ganze Steuerketten-Reparatursatz(genaue Definition was da drin ist fehlt allerdings) und auch Kleinteile, die merkwürdigerweise nichts damit zu tun haben (mussten da nicht ran um die Kette zu tauschen) die Rechnung ist wohl gestellt und Kulanz ist keine echte Kulanzreparatur wegen Konstruktionsfehler, sondern der wahre Kundenrestbetrag entsprechen den wirklichen durchgeführten Reparturkosten.
Ölwanne hatten die sicher auch nicht ab, denn nur so hätten sie überhaupt das KW-Ritzel tauschen können, hängt sonst an der Pumpenkette.
Also die haben offenbar nur schnell Stirndeckel ab und die reine Kette getauscht gegen leicht verbesserte Version(vermutlich härter), somit kaum Materialkosten und geringerer Arbeitsaufwand, Restbetrag außerhalb der Kulanz waren ca. 650€, also vielleicht sogar minimaler Gewinn für VW bzw. diese Werkstatt. Die wussten genau, diese Lösung reicht, um die Kunden lange genug hinzuhalten und nach sagen wir mal 120tkm und einmal Kulanzreparatur bekommst du nichts mehr von denen ersetzt. Kann gerne mehr Bilder diesbezüglich machen, wenn gewünscht, aber ich habe die Beweise quasi vor mir.